Die Fahrzeugsammlung der IG T2 hat ihr Quartier aktuell auf dem Gelände der Neuen Zeche Westerholt (Herten / Gelsenkirchen). Aus diesem Grund war der Verein bereits im vergangenen Jahr bei der Extraschicht aktiv. Damals war die Zeche zum ersten Mal Spielort. Der Zuspruch war groß und so sollte es auch in diesem Jahr wieder eine Beteiligung der IG T2 bei der Nacht der Industriekultur geben. Als IG T2 Mitglied war auch Schumi in diesem Jahr mit von der Partie.

Alles war im Vorfeld geplant: Eine Auswahl von 14 Fahrzeugen sollte von der Lagerhalle in die, einige hundert Meter entfernte, „Alte Maschinenhalle“ überführt, repräsentativ aufgestellt und dekoriert werden. Eine ausreichende Zahl von Helferinnen und Helfern hatte sich bereiterklärt, dabei zu sein. Es konnte also losgehen. Einzig die Tatsache, dass die Extraschicht in diesem Jahr am (bisher) heißesten Wochenende des Jahres stattfinden würde, war nicht vorgesehen…

Das Wochenende begann für einige bereits am Freitag gegen 10.00 Uhr. Im Laufe des Tages trafen dann immer mehr Teammitglieder ein. Zunächst mussten alle Fahrzeuge an ihrem finalen Ausstellungsort aufgestellt werden. Noch am selben Abend bzw. in der Nacht sollte seitens des Veranstalters für die entsprechende Illumination der Exponate gesorgt werden.

Hieß also für uns: zuerst alle Fahrzeuge, die fahrbereit waren, in die Halle manövrieren und danach die nicht fahrfähigen Bullis (leider die Mehrheit), mittels Abschleppstange und einem T4 als Zugfahrzeug an den entsprechenden Standort ziehen. Bei Temperaturen von fast 40 Grad eine ganz schöne Plackerei. Am Ende des Tages war der Plan aufgegangen. Alle Fahrzeuge standen an ihrem Platz und wir konnten gemeinsam nach getaner Arbeit die Generalprobe der Abschlussshow „auf Zeche“ genießen. Vom Veranstalter waren wir als Mitwirkende zu einem kleinen „pre-opening-event“ eingeladen. Diesen Abend genossen wir sehr!

Weiter ging‘s am Samstag mit dem gemeinsamen Frühstück. Danach wurde dann dekoriert, was das Zeug hielt. Um den Bulli der Bergwacht entstand eine Winterlandschaft incl. Schneemann, die Busse aus Südamerika bekamen den Sambalook, der Lautsprecherwagen der Polizei fand sich in einer Demoszene wieder – alle Dioramen aufzuzählen würde den Rahmen hier sprengen…

Nachdem die Halle auch noch mit einigen Birkenzweigen begrünt worden war, konnten wir tatsächlich eine kleine Pause einlegen, bevor um 18.00 Uhr an allen Spielorten im gesamten Ruhrgebiet die Extraschiecht eröffnet wurde. Im Laufe des Abends und der Nacht erlebten wir bei uns viele Begeisterte Besucher und führten unzählige Gespräche über die Bullis, den Verein und natürlich auch über die Temperaturen des Tages, die irgendwann doch die 40 Grad Marke überschritten hatten.

Auf dem Gelände der Neuen Zeche Westerholt gab es neben unserer Ausstellung natürlich noch viele weitere Attraktionen und Events. Auch wir genossen diese bei dem ein oder anderen kleinen Rundgang über das Gelände. Als es dann immer dunkler wurde, kam die Illumination des Areals zur Geltung und gab der Extraschicht ihren besonders schönen Charakter.

Um 2.00 Uhr war dann alles vorbei. Wir schlossen die Halle und versuchten, in einer kurzen, heißen Nacht zumindest ein wenig Schlaf zu finden.

Am Sonntag galt es, alles wieder abzubauen, die Fahrzeuge zurück in ihr eigentliches Quartier zu bewegen und die Ausstellunghalle zu räumen.

Dank aller Helferinnen und Helfern gelang dies erstaunlich schnell und gegen 15.00 Uhr war der Job erledigt. Am Ende waren wir alle sehr zufrieden mit dieser Extraschicht – bei einer eventuellen Neuauflage dürfte es aber gerne deutlich kühler sein…

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